Konservierungsstoff

POTASSIUM BENZOATE
Kaliumsalz der Benzoesäure (synthetisch)

POTASSIUM BENZOATE ist Wird durch Neutralisation von Benzoesäure (die natürlich in Beeren wie Preiselbeeren vorkommt) mit Kaliumhydroxid synthetisch hergestellt. Erfahre hier alles ueber Herkunft, Wirkung und die beste Anwendung in deiner taeglichen Pflegeroutine.

CAS: 582-25-2  |  Auch bekannt als: E212, Kaliumbenzoat, Benzoic acid potassium salt, Potassium benzenecarboxylate, Benzoesäure Kaliumsalz
Stoffklasse Kaliumsalz der Benzoesäure (synthetisch)
INCI-Name POTASSIUM BENZOATE
CAS-Nummer 582-25-2
Qualitaet EU-Kosmetikverordnung konform

Was ist POTASSIUM BENZOATE?

Potassium Benzoate ist das Kaliumsalz der Benzoesäure, eines der ältesten und am besten erforschten Konservierungsstoffe in der Kosmetik. Obwohl synthetisch hergestellt, ist die Verbindung chemisch identisch mit natürlich vorkommenden Benzoaten in Preiselbeeren, Heidelbeeren und Zimt. In der Formulierung schützt es wasserbasierte Produkte vor Hefen, Schimmelpilzen und Bakterien, indem es den mikrobiellen Stoffwechsel auf Zellebene stört. Besonders geschätzt wird der Stoff in der Clean Beauty, weil er als naturidentisch gilt und eine deutlich niedrigere Allergierate zeigt als viele synthetische Alternativen. Potassium Benzoate wirkt optimal in leicht sauren Formulierungen (pH 3-5) — genau dort, wo auch die Haut ihren natürlichen Säureschutzmantel hat.

Wusstest du? Benzoesäure wurde erstmals 1556 von dem französischen Naturforscher Nostradamus (ja, der Nostradamus!) destilliert — aus dem Harz des Benzoe-Baums, daher der Name. Heute wird sie industriell komplett synthetisch hergestellt.

Woher kommt POTASSIUM BENZOATE?

Wird durch Neutralisation von Benzoesäure (die natürlich in Beeren wie Preiselbeeren vorkommt) mit Kaliumhydroxid synthetisch hergestellt. In der Kosmetikindustrie wird die rein synthetische Variante bevorzugt, um gleichbleibende Reinheit und mikrobiologische Sicherheit zu gewährleisten. In der modernen Kosmetik unterliegt die Gewinnung und Verarbeitung strengen Qualitaetsstandards gemaess der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. RAU Cosmetics bezieht ausschliesslich Rohstoffe in Kosmetik-Qualitaet von geprueften Lieferanten.

Wie wirkt POTASSIUM BENZOATE auf zellulaerer Ebene?

Wirkt als Konservierungsstoff durch Störung der Zellmembran-Permeabilität von Mikroorganismen. Die undissoziierte Benzoesäure durchdringt die Zellwand, senkt den intrazellulären pH-Wert und hemmt dadurch essentielle Enzyme der Glykolyse (z.B. Phosphofructokinase). Besonders effektiv gegen Hefen und Schimmelpilze. Die antimikrobielle Wirkung ist stark pH-abhängig: optimal bei pH 3-5, wo der Anteil der lipophilen undissoziierten Benzoesäure am höchsten ist.

So wirkt POTASSIUM BENZOATE auf deine Haut

Mikrobiologischer Schutz

Verhindert das Wachstum von Hefen, Schimmelpilzen und bestimmten Bakterien in wasserbasierter Kosmetik. Die Wirkung entsteht durch Hemmung der mikrobiellen Atmungskette — die undissoziierte Benzoesäure stört den Protonengradienten über der inneren Mitochondrienmembran. Dies ist besonders wichtig bei Produkten in Tiegel-Verpackungen, die wiederholt mit Fingern in Kontakt kommen.

pH-Stabilisierung

Fungiert gleichzeitig als schwacher Puffer im sauren pH-Bereich (pKa 4.2). Stabilisiert zusammen mit anderen Säuren den pH-Wert von Formulierungen bei 4-5, was den natürlichen Säureschutzmantel der Haut unterstützt und gleichzeitig die eigene antimikrobielle Wirksamkeit maximiert.

Clean Beauty Kompatibilität

Wird als 'naturidentisch' eingestuft, da Benzoesäure natürlich in Beeren (Preiselbeeren, Heidelbeeren) vorkommt. Obwohl die kosmetische Variante synthetisch hergestellt wird, erfüllt sie die Anforderungen vieler Naturkosmetik-Zertifizierer wie BDIH, wenn sie aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnen wird.

Niedrige Sensibilisierungsrate

Zeigt in dermatologischen Studien eine deutlich niedrigere Kontaktallergie-Rate (ca. 0.01-0.1%) im Vergleich zu Methylisothiazolinon oder klassischen Parabenen. Für Menschen mit sensibler Haut oder bekannten Kosmetikallergien oft die verträglichere Alternative.

Dosierung & Regulierung

Typische Einsatzkonzentration: 0.3-1.0% in Gesichtswasser, Seren und Emulsionen. Oft kombiniert mit Potassium Sorbate für Breitbandschutz
EU-Regulierung: Annex V der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 — als Benzoesäure und deren Salze: max. 0.5% (berechnet als Säure) in Rinse-off-Produkten, max. 0.5% in Leave-on-Produkten

Fuer wen ist POTASSIUM BENZOATE geeignet?

Normale Haut

Der sanfte Konservierungsstoff stabilisiert Formulierungen ohne die natürliche Hautbarriere zu beeinträchtigen.

Empfindliche Haut

Gilt als gut verträglich und löst seltener Kontaktallergien aus als viele alternative Konservierungsstoffe (z.B. Parabene oder Formaldehyd-Abspalter).

Ölige Haut

Wirkt besonders gut in leichten, sauren Formulierungen (pH 4-5), die typisch für Produkte bei öliger und zu Unreinheiten neigender Haut sind.

POTASSIUM BENZOATE in deiner Routine

Morgen- und Abendroutine

Potassium Benzoate ist ein Hintergrund-Akteur in deiner Skincare — du wendest ihn nicht gezielt an, sondern profitierst von seiner schützenden Funktion in Seren, Tonern und Cremes. Achte auf Produkte mit pH 4-5 für optimale Wirksamkeit.

Kombination mit Aktiv-Wirkstoffen

Ideal in Formulierungen mit Vitamin C (Ascorbinsäure), AHA/BHA-Säuren oder Niacinamid, da diese ebenfalls einen sauren pH bevorzugen. Die Konservierung wird dadurch verstärkt, ohne die Wirkung der Aktiv-Stoffe zu beeinträchtigen.

Lagerung der Produkte

Produkte mit Potassium Benzoate kühl und dunkel lagern. Zwar ist der Konservierungsstoff selbst stabil, aber UV-Licht kann die Wirksamkeit über Monate leicht reduzieren. Tiegel nach Gebrauch immer fest verschließen.

Haltbarkeit nach Öffnung

Beachte das PAO-Symbol (Period After Opening) auf der Verpackung — meist 6-12 Monate. Potassium Benzoate schützt zuverlässig, aber nur innerhalb dieses Zeitrahmens bei hygienischer Handhabung.

Lagerung: Sehr stabil bei Raumtemperatur, hitzebeständig bis 120°C. Lichtempfindlichkeit gering. Kann bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit (>90%) hygroskopisch werden (Wasser anziehen). In Formulierungen mit pH >6 sinkt die Wirksamkeit drastisch ab.

RAU Cosmetics Produkte mit POTASSIUM BENZOATE

Haeufige Fragen zu POTASSIUM BENZOATE

Ist Potassium Benzoate das Gleiche wie Sodium Benzoate?

Chemisch sehr ähnlich, aber nicht identisch. Beide sind Salze der Benzoesäure und wirken konservierend. Der Unterschied: Potassium Benzoate enthält Kalium statt Natrium. In der Praxis bedeutet das eine minimal höhere Löslichkeit in Wasser (660 g/L vs. 630 g/L) und eine etwas bessere Verträglichkeit bei natriumreduzierter Ernährung — für die Haut selbst ist der Unterschied aber vernachlässigbar.

Kann Potassium Benzoate Benzol bilden?

Nur unter sehr spezifischen Bedingungen, die in Kosmetik nicht vorkommen. Die Benzol-Bildung (krebserregend) ist theoretisch möglich, wenn Benzoate mit Ascorbinsäure (Vitamin C) in Gegenwart von Metallionen, Hitze und UV-Licht über Monate reagieren. In seriöser Kosmetik wird dies durch Chelatbildner (z.B. EDTA), Lichtschutzverpackung und pH-Kontrolle verhindert. Der SCCS (Scientific Committee on Consumer Safety) stuft Benzoate in Kosmetik als sicher ein.

Warum ist Potassium Benzoate nur bis pH 5 wirksam?

Weil die antimikrobielle Wirkung von der undissoziierten (neutralen) Form der Benzoesäure abhängt. Der pKa-Wert liegt bei 4.2 — das bedeutet, bei pH 4.2 liegen 50% in wirksamer Form vor. Bei pH 5 sinkt dieser Anteil auf etwa 14%, bei pH 6 nur noch 1.6%. Deshalb wird Potassium Benzoate vor allem in Tonern, Seren und sauren Peelings eingesetzt, nicht in basischen Shampoos oder Seifen.

Ist dieser Konservierungsstoff hormonell wirksam?

Nein. Anders als Parabene zeigt Potassium Benzoate keine östrogene Aktivität. In in-vitro-Tests (z.B. am humanen Östrogenrezeptor) war selbst bei hohen Konzentrationen keinerlei hormonelle Wirkung nachweisbar. Für Menschen, die endokrine Disruptoren meiden möchten, ist dieser Stoff eine sichere Alternative.

Kann ich Produkte mit Potassium Benzoate während der Schwangerschaft verwenden?

Ja, ohne Einschränkungen. Die EU-Kosmetikverordnung erlaubt die Verwendung auch für schwangere und stillende Frauen. Benzoesäure und ihre Salze werden im Körper schnell über die Leber metabolisiert (konjugiert mit Glycin zu Hippursäure) und über die Nieren ausgeschieden — es gibt keine Akkumulation. Die systemische Aufnahme über die Haut ist zudem minimal.

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