UV-Schutz

PHENYLBENZIMIDAZOLE SULFONIC ACID
Organischer UV-B-Filter (wasserlöslich)

PHENYLBENZIMIDAZOLE SULFONIC ACID ist Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid (auch bekannt unter dem Handelsnamen Ensulizole oder Eusolex 232) ist ein synthetischer, wasserlöslicher UVB-Filter, der 1978 erstmals patentiert wurde. Erfahre hier alles über Herkunft, Wirkung und die beste Anwendung in deiner täglichen Pflegeroutine.

CAS: 27503-81-7  |  Auch bekannt als: Ensulizole, Eusolex 232, PBSA, 2-Phenylbenzimidazole-5-sulfonic Acid, Parsol HS
Stoffklasse Organischer UV-B-Filter (wasserlöslich)
INCI-Name PHENYLBENZIMIDAZOLE SULFONIC ACID
CAS-Nummer 27503-81-7
Komedogenität Grad 0 (nicht komedogen — wasserlöslich)

Was ist PHENYLBENZIMIDAZOLE SULFONIC ACID?

Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid (Handelsname: Ensulizole) ist ein wasserlöslicher UV-B-Filter, der seit den 1980er Jahren in der Kosmetik eingesetzt wird. Seine einzigartige Eigenschaft: als einer der wenigen vollständig wasserlöslichen Sonnenschutzfilter ermöglicht er leichte, nicht-fettige SPF-Formulierungen ohne öliges Hautgefühl. Er absorbiert UV-B-Strahlung im Bereich 290-320 nm (Absorptionsmaximum: 310 nm) und schützt damit vor Sonnenbrand und direkten DNA-Schäden.

Wusstest du? Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid ist der UV-Filter, der unsichtbaren Sonnenschutz möglich machte: Während klassische Sonnenschutzfilter (Titandioxid, Zinkoxid) oft einen weißen Film auf der Haut hinterlassen, ist diese Substanz in Wasser komplett transparent gelöst. Sie war ein Game-Changer für die Entwicklung von 'Invisible SPF'-Tagespflegen in den 1990er Jahren.

Woher kommt PHENYLBENZIMIDAZOLE SULFONIC ACID?

Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid (auch bekannt unter dem Handelsnamen Ensulizole oder Eusolex 232) ist ein synthetischer, wasserlöslicher UVB-Filter, der 1978 erstmals patentiert wurde. Er wird durch Kondensation von o-Phenylendiamin mit 4-Sulfobenzaldehyd synthetisiert. Als einer der wenigen vollständig wasserlöslichen UV-Filter ist er besonders für leichte, nicht-fettige Sonnenschutzformulierungen geschätzt. Hauptherkunftsregionen: Industrielle Synthese (weltweit). In der modernen Kosmetik unterliegt die Gewinnung und Verarbeitung strengen Qualitätsstandards gemäß der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. RAU Cosmetics bezieht ausschließlich Rohstoffe in Kosmetik-Qualität von geprüften Lieferanten.

Wie wirkt PHENYLBENZIMIDAZOLE SULFONIC ACID auf zellulärer Ebene?

Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid absorbiert UV-B-Strahlung im Wellenlängenbereich von 290-320 nm mit einem Absorptionsmaximum bei 310 nm. Das konjugierte pi-Elektronensystem des Benzimidazol-Rings absorbiert die UV-Photonen und wandelt die Energie in Wärme um (photothermische Relaxation). Im Gegensatz zu ölbasierten UV-Filtern bleibt er in der wässrigen Phase der Emulsion gelöst und bildet keinen Film auf der Haut — das erklärt seine leichte, nicht-fettige Textur. Er bietet KEINEN UVA-Schutz und muss daher immer mit UVA-Filtern kombiniert werden.

So wirkt PHENYLBENZIMIDAZOLE SULFONIC ACID auf deine Haut

UV-B-Absorption

Absorbiert UV-B-Strahlung (290-320 nm) mit einem Absorptionsmaximum bei 310 nm — genau der Wellenlängenbereich, der Sonnenbrand und direkte DNA-Schäden (Thymin-Dimere) verursacht. Die Absorption ist energieabhaengig: ein Benzimidazol-Molekül kann tausende UV-Photonen absorbieren und als Wärme abgeben, bevor es degradiert.

Leichte Textur

Als einziger gaengiger wasserlöslicher UV-Filter ermöglicht Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid Sonnenschutzformulierungen ohne öliges Hautgefühl. Das Molekül bleibt in der wässrigen Phase der Emulsion gelöst und bildet keinen Film — dadurch eignet es sich hervorragend als Basis für 'invisible', mattifying SPF-Formulierungen.

Photostabilität

Im Vergleich zu Avobenzon (UVA-Filter, beruechtigterweise photoinstabil) ist Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid relativ photostabil. Es behält nach 2 Stunden Sonnenexposition noch >85% seiner UV-Absorptionskapazität bei. Dennoch wird es in modernen Formulierungen mit photostabilisierenden UV-Filtern (Octocrylene, Tinosorb S) kombiniert.

Kompatibilität

Als wasserlösliche Substanz verträgt sich Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid gut mit anderen Wirkstoffen in der wässrigen Phase: Hyaluronsäure, Niacinamid, Vitamin C-Derivate. Es beeinflusst nicht die Stabilität öl-basierter Wirkstoffe. Deshalb findet es sich oft in 'Anti-Aging + SPF'-Kombinationsprodukten.

Dosierung & Regulierung

Typische Einsatzkonzentration: 1-8% (EU max. 8% als Säure). Wird häufig als Natriumsalz (Disodium Phenyl Dibenzimidazole Tetrasulfonate) eingesetzt.
EU-Regulierung: EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 Anhang VI, Nr. 4: Zugelassener UV-Filter bis max. 8% (als Säure). In den USA (FDA) als OTC Sunscreen Active zugelassen bis 4%. In Australien bis 4%.

Für wen ist PHENYLBENZIMIDAZOLE SULFONIC ACID geeignet?

Fettige Haut

Als wasserlöslicher UV-Filter erzeugt er keinen fettigen Film — ideal für oeligene und mischhauttypen.

Aknegeneige Haut

Nicht komedogen und filmfrei — verstopft keine Poren und belastet unreine Haut nicht.

Normale Haut

Leichte Textur und zuverlaessiger UV-B-Schutz für den täglichen Gebrauch unter Make-up.

Empfindliche Haut

Gut verträglich, da wasserlöslich und nicht filmbildend. Allerdings: muss mit UVA-Filter kombiniert werden für vollständigen Schutz.

PHENYLBENZIMIDAZOLE SULFONIC ACID in deiner Routine

Morgendliche Sonnenschutzroutine

Sonnenschutzprodukte mit Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid als letzten Pflegeschritt nach Serum und Feuchtigkeitscreme auftragen. Mindestens 2 mg/cm2 (etwa 1/4 Teelöffel für das Gesicht) für den vollen deklarierten SPF.

Nachcremen

Alle 2 Stunden bei direkter Sonnenexposition nachcremen. Nach dem Schwimmen oder starkem Schwitzen sofort erneuern.

Unter Make-up

Die leichte, nicht-fettige Textur macht es ideal als SPF-Schicht unter Foundation. 2-3 Minuten einziehen lassen, bevor Make-up aufgetragen wird.

Lagerung: Photostabil (>85% nach 2h UV-Exposition). pH-stabil 6-8 (wird als Natriumsalz bei höheren pH-Werten formuliert). Bei pH <5 kann es ausfallen.

RAU Cosmetics Produkte mit PHENYLBENZIMIDAZOLE SULFONIC ACID

Häufige Fragen zu PHENYLBENZIMIDAZOLE SULFONIC ACID

Schützt Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid vor Hautalterung?

Nur teilweise. Es filtert UV-B-Strahlung (die Sonnenbrand verursacht), aber NICHT UV-A-Strahlung (die Hautalterung, Pigmentflecken und tiefere Gewebeschaeden verursacht). Für vollständigen Anti-Aging-Sonnenschutz muss es mit UVA-Filtern (z.B. Butyl Methoxydibenzoylmethane/Avobenzone, Tinosorb S oder Zinkoxid) kombiniert werden. Kein Produkt mit nur diesem UV-Filter bietet ausreichenden Breitband-Schutz.

Ist Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid ein chemischer oder physikalischer UV-Filter?

Es ist ein chemischer (organischer) UV-Filter. Im Gegensatz zu physikalischen Filtern (Zinkoxid, Titandioxid) reflektiert es UV-Strahlung nicht, sondern absorbiert sie und wandelt sie in Wärme um. Die Bezeichnung 'chemisch' bezieht sich auf den Wirkmechanismus, nicht auf die Herkunft.

Ist Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid riff-sicher (reef safe)?

Dazu gibt es weniger Daten als zu Oxybenzon und Octinoxat (die in Hawaii und Palau verboten sind). Da es wasserlöslich ist, verdünnt es sich im Meerwasser schnell — die tatsächliche Umweltbelastung dürfte geringer sein als bei öllöslichen UV-Filtern, die sich an Korallengewebe anlagern. Endgueltige Studien stehen noch aus. Mineralische Filter (Zinkoxid, Titandioxid non-nano) gelten weiterhin als umweltfreundlichste Option.

Warum sehe ich Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid seltener als früher?

Moderne Breitband-UV-Filter wie Tinosorb S (Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine) und Tinosorb M decken sowohl UVA als auch UVB ab — das macht separate UVB-only-Filter weniger notwendig. Ausserdem bevorzugen viele Formulierer öllösliche UV-Filter für bessere Wasserresistenz. Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid findet man heute primär in leichten Tagespflegen mit SPF, wo die öl-freie Textur geschätzt wird.

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