PEG-40 HYDROGENATED CASTOR OIL
Nichtionisches PEG-Derivat aus hydriertem Rizinusöl
PEG-40 HYDROGENATED CASTOR OIL ist Wird durch Ethoxylierung (Anlagerung von 40 Ethylenoxid-Einheiten) von hydriertem Rizinusöl hergestellt. Erfahre hier alles ueber Herkunft, Wirkung und die beste Anwendung in deiner taeglichen Pflegeroutine.
Was ist PEG-40 HYDROGENATED CASTOR OIL?
PEG-40 Hydrogenated Castor Oil ist ein synthetisches Derivat aus hydriertem Rizinusöl, das durch Anlagerung von 40 Ethylenoxid-Einheiten entsteht. Es gehört zur Klasse der nichtionischen Emulgatoren und wird seit den 1960er Jahren in der Kosmetik eingesetzt – zunächst in pharmazeutischen Cremes, später in Premium-Hautpflege. Seine Besonderheit liegt in der Doppelfunktion: Emulgierung von Öl-Wasser-Systemen UND Solubilisierung lipophiler Wirkstoffe in klaren, wässrigen Formulierungen. Im Gegensatz zu klassischen Emulgatoren ermöglicht es moderne 'Lightweight'-Texturen ohne Fettfilm. Die Hydrierung des Rizinusöls vor der Ethoxylierung macht das Endprodukt oxidationsstabil und geruchsneutral – entscheidend für Langzeitstabilität.
Woher kommt PEG-40 HYDROGENATED CASTOR OIL?
Wird durch Ethoxylierung (Anlagerung von 40 Ethylenoxid-Einheiten) von hydriertem Rizinusöl hergestellt. Die Hydrierung wandelt ungesättigte Fettsäuren in gesättigte um, was das Öl oxidationsstabiler macht. Anschließend erfolgt die PEG-Derivatisierung. Der botanische Name lautet Ricinus communis (hydriert) (Familie: Euphorbiaceae (Wolfsmilchgewächse)). Verwendet wird: Samen (nach Hydrierung). Hauptherkunftsregionen: Ursprünglich tropisches Afrika und Indien, heute weltweit kultiviert. In der modernen Kosmetik unterliegt die Gewinnung und Verarbeitung strengen Qualitaetsstandards gemaess der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. RAU Cosmetics bezieht ausschliesslich Rohstoffe in Kosmetik-Qualitaet von geprueften Lieferanten.
Wie wirkt PEG-40 HYDROGENATED CASTOR OIL auf zellulaerer Ebene?
Fungiert als nichtionischer Emulgator mit amphiphiler Struktur: Die lipophilen Rizinusöl-Ketten binden an Öle, während die hydrophilen Polyethylenglykol-Ketten Wasser anziehen. Dadurch stabilisiert er Öl-in-Wasser-Emulsionen und erhöht die Löslichkeit lipophiler Wirkstoffe (Solubilisierung). Seine niedrige CMC (kritische Mizellbildungskonzentration) macht ihn bereits in geringen Mengen wirksam.
So wirkt PEG-40 HYDROGENATED CASTOR OIL auf deine Haut
Solubilisierung lipophiler Wirkstoffe
Bildet Mizellen, die öllösliche Substanzen wie Tocopherol, Retinol oder ätherische Öle in wässrigen Systemen löslich machen. Dies ermöglicht klare Seren und Tonics mit wirksamen Lipid-Konzentrationen. Ohne Solubilisatoren würden diese Stoffe ausfallen oder Trübungen bilden.
Verbesserung der Wirkstoffpenetration
Erhöht die transdermale Absorptionsrate lipophiler Moleküle um bis zu 30%, indem es die Lipidstruktur der Hornschicht vorübergehend auflockert. Dies geschieht durch Interaktion der PEG-Ketten mit Ceramiden und Cholesterol im Stratum corneum. Besonders wertvoll für Retinol- oder Vitamin-E-reiche Formulierungen.
Stabilisierung von Emulsionen
Reduziert die Grenzflächenspannung zwischen Öl- und Wasserphase auf unter 10 mN/m, wodurch feinste Tröpfchen entstehen. Diese Mikroemulsion ist kinetisch stabil und verhindert Phasentrennung über Monate. Der HLB-Wert von ~14-16 macht ihn ideal für O/W-Systeme mit mittelviskosen Ölen.
Leichte, nicht-okklusive Textur
Erzeugt ein seidiges, nicht-fettiges Hautgefühl trotz Ölphase, da die PEG-Ketten das Spreiten (Spreading) auf der Haut verbessern. Im Gegensatz zu Wachsen oder schweren Emulgatoren hinterlässt es keinen Film. Ideal für moderne 'Lightweight Moisturizer' oder Tages-Seren unter Make-up.
Mildheit gegenüber Tensid-Systemen
Als nichtionischer Emulgator denaturiert er Hautproteine nicht wie anionische Tenside (z.B. SLS). Die fehlende elektrische Ladung verhindert aggressive Wechselwirkungen mit der negativ geladenen Hautoberfläche. Dermatologisch besser verträglich als klassische Emulgatoren bei regelmäßiger Anwendung.
Dosierung & Regulierung
Fuer wen ist PEG-40 HYDROGENATED CASTOR OIL geeignet?
Die milde Emulgatorfunktion stabilisiert Formulierungen ohne die natürliche Hautbarriere zu stören.
Verbessert die Penetration von Feuchtigkeitsspendern und lipophilen Pflegestoffen in die Hornschicht.
Nichtionische Struktur minimiert Hautirritationen im Vergleich zu anionischen Tensiden.
Ermöglicht leichte, nicht-fettende Texturen durch optimale Öl-Wasser-Verteilung.
PEG-40 HYDROGENATED CASTOR OIL in deiner Routine
In Reinigungsprodukten
Häufig in mizellaren Reinigungswässern (1-3%) zur Solubilisierung von Make-up und Sebum. Auf Wattepad geben und sanft über Gesicht wischen – keine Reibung nötig, da die Mizellen Schmutz einschließen.
In Seren und Tonics
Ermöglicht die Integration von ätherischen Ölen oder Retinol in wässrige Basis (2-5%). Morgens oder abends nach Reinigung auf feuchte Haut auftragen – die verbesserte Penetration nutzt die erhöhte Hautfeuchtigkeit aus.
In leichten Tagescremes
Als Haupt- oder Co-Emulgator (1-3%) für nicht-fettende O/W-Texturen. Dünn auftragen – die niedrige Viskosität zieht schnell ein. Ideal unter Sonnenschutz oder Foundation.
In Leave-on Haarprodukten
In Haarölen oder Sprays (3-7%) zur Verteilung von Silikonölen oder Parfüm. Wenige Tropfen in die Längen einarbeiten – verhindert Verkleben durch gleichmäßige Dispersion.
RAU Cosmetics Produkte mit PEG-40 HYDROGENATED CASTOR OIL
Haeufige Fragen zu PEG-40 HYDROGENATED CASTOR OIL
Sind PEG-Derivate in Kosmetik bedenklich?
PEG-40 Hydrogenated Castor Oil selbst ist dermatologisch gut verträglich und toxikologisch unbedenklich bei kosmetischer Anwendung. Kritisch wird diskutiert, dass PEGs theoretisch mit Ethylenoxid (krebserregend) oder 1,4-Dioxan (Leber-/Nierenschädigung) verunreinigt sein könnten – beides sind Prozessrückstände aus der Herstellung. Seriöse Hersteller reinigen jedoch auf <10 ppm 1,4-Dioxan. Die EU-Kosmetikverordnung erlaubt PEGs ohne Mengenbeschränkung. Bei sehr trockener oder gestörter Hautbarriere könnten PEGs theoretisch die Penetration von Schadstoffen erhöhen – praktisch ist dies bei intakter Haut vernachlässigbar.
Warum wird gerade die 'PEG-40'-Variante verwendet?
Die Zahl '40' gibt die durchschnittliche Anzahl der angelagerten Ethylenoxid-Einheiten an. Dies bestimmt den HLB-Wert (Hydrophilic-Lipophilic Balance): PEG-40 hat einen HLB von ~14-16, optimal für Öl-in-Wasser-Emulsionen mit mittelpolaren Ölen (z.B. Jojobaöl, Squalan). Niedrigere Zahlen (z.B. PEG-7) wären lipophiler und für W/O-Systeme geeignet, höhere (z.B. PEG-100) wären zu hydrophil und würden Phasentrennung begünstigen. PEG-40 ist der Kompromiss für die meisten kosmetischen Anwendungen.
Warum wird hydriertes statt normales Rizinusöl verwendet?
Normales Rizinusöl enthält ~90% Ricinolsäure, eine einfach ungesättigte Fettsäure mit Hydroxylgruppe am C-12. Diese Doppelbindung ist oxidationsanfällig – Licht und Sauerstoff führen zu ranzigem Geruch und Peroxiden. Durch Hydrierung wird die Doppelbindung gesättigt, was das Öl stabiler macht. Zudem erhöht Hydrierung den Schmelzpunkt (hydriertes Rizinusöl ist bei Raumtemperatur wachsartig), was für manche Formulierungen gewünscht ist. Nach PEG-Derivatisierung entsteht ein lagerstabiler, geruchsneutraler Emulgator.
Kann dieser Emulgator Allergien auslösen?
Kontaktallergien auf PEG-40 Hydrogenated Castor Oil sind extrem selten, da die Substanz nicht immunogen ist (keine Haptene bildet). Allergische Reaktionen auf Rizinusöl-Derivate betreffen meist das native Öl (Proteinreste) oder bestimmte Fettsäuren – beides ist durch Hydrierung und Ethoxylierung eliminiert. Irritationen entstehen eher bei sehr hohen Konzentrationen (>10%) oder in Kombination mit reizenden Co-Tensiden. Patch-Tests zeigen bei <0,1% der Probanden Reaktionen – deutlich seltener als bei anionischen Emulgatoren wie Natriumlaurylsulfat.
Ist dieser Inhaltsstoff vegan und umweltfreundlich?
PEG-40 Hydrogenated Castor Oil ist vegan, da Rizinusöl pflanzlich ist (Rizinus-Samen). Die Umweltbilanz ist ambivalent: Rizinus-Anbau ist ressourceneffizient (trockenheitstolerant, kein Nahrungsmittelkonkurrenz), aber die Ethoxylierung verbraucht Ethylenoxid (aus Erdöl, energieintensiv). PEGs sind biologisch schwer abbaubar – in Kläranlagen erfolgt Abbau nur teilweise durch anaerobe Mikroben. Die OECD stuft PEG-Derivate als 'persistent, but not bioaccumulative' ein. Nachhaltigere Alternativen wären Zuckertenside (z.B. Coco-Glucoside) oder Lecithin, allerdings mit anderen Performance-Profilen.
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Erste Verbesserungen der Hauttextur nach 4 bis 6 Wochen. Anti-Aging-Effekte wie weniger Falten und mehr Festigkeit nach 12 bis 16 Wochen.
Kann ich Retinol Serum täglich anwenden?
Start mit 2x pro Woche abends — nach 4 Wochen auf 3 bis 4x steigern. Empfindliche Haut: 1x wöchentlich beginnen. Sonnenschutz am Folgetag ist Pflicht.
Retinol vs. Bakuchiol — was ist besser?
Retinol ist der klinisch am besten belegte Anti-Aging-Wirkstoff. Bakuchiol wirkt ähnlich, ist pflanzlich — ideal für Schwangere und sehr empfindliche Haut.