ISOPROPYL MYRISTATE
Synthetischer Ester (Myristinsäure + Isopropanol)
ISOPROPYL MYRISTATE ist Wird synthetisch durch Veresterung von Myristinsäure (aus Muskatnuss oder Kokosöl gewonnen) mit Isopropanol hergestellt. Erfahre hier alles ueber Herkunft, Wirkung und die beste Anwendung in deiner taeglichen Pflegeroutine.
Was ist ISOPROPYL MYRISTATE?
Isopropyl Myristate (IPM) ist ein synthetischer Ester, der durch chemische Verbindung von Myristinsäure (eine gesättigte Fettsäure aus Kokos- oder Muskatnussöl) mit Isopropanol entsteht. Seit seiner Einführung in den 1960er Jahren gilt er als "Workhorse" der Kosmetikindustrie — unverzichtbar in Körperlotionen, Massageölen und transdermalen Systemen. Seine Superkraft: extrem schnelle Verteilung auf der Haut (niedrige Viskosität) und die Fähigkeit, andere Wirkstoffe tiefer in die Haut zu schleusen. Diese penetrationsfördernde Eigenschaft wird auch in medizinischen Pflastern genutzt. Der große Haken: IPM ist hochkomedogen (Grad 4-5) und darf daher niemals im Gesicht verwendet werden — perfekt für den Körper, Gift für zu Unreinheiten neigende Gesichtshaut.
Woher kommt ISOPROPYL MYRISTATE?
Wird synthetisch durch Veresterung von Myristinsäure (aus Muskatnuss oder Kokosöl gewonnen) mit Isopropanol hergestellt. Seit den 1960er Jahren ein Klassiker in der Kosmetikindustrie aufgrund seiner einzigartigen Spreitfähigkeit. In der modernen Kosmetik unterliegt die Gewinnung und Verarbeitung strengen Qualitaetsstandards gemaess der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. RAU Cosmetics bezieht ausschliesslich Rohstoffe in Kosmetik-Qualitaet von geprueften Lieferanten.
Wie wirkt ISOPROPYL MYRISTATE auf zellulaerer Ebene?
Dringt durch seine kleine Molekülgröße und lipophile Struktur schnell in die oberen Hautschichten ein. Füllt die interzellulären Räume im Stratum corneum und reduziert dadurch den transepidermalen Wasserverlust (TEWL). Wirkt als Penetrationsverstärker für andere Wirkstoffe, indem es die Lipid-Barriere vorübergehend durchlässiger macht — ähnlich einem Türöffner für größere Moleküle.
So wirkt ISOPROPYL MYRISTATE auf deine Haut
Sofortige Geschmeidigkeit
Verteilt sich extrem dünnflüssig auf der Haut (niedrige Viskosität) und zieht innerhalb von Sekunden ein. Hinterlässt ein trockenes, seidiges Finish ohne Klebrigkeit — im Gegensatz zu schweren Ölen wie Rizinusöl. Die niedrige Oberflächenspannung ermöglicht gleichmäßige Verteilung selbst auf sehr trockenen Hautstellen.
Penetrationsverstärker
Erhöht die Durchlässigkeit der Hornschicht für andere Wirkstoffe um das 2-3-fache. Dies geschieht durch vorübergehende Störung der Lipid-Doppelschichten im Stratum corneum. Besonders wirksam bei lipophilen Molekülen wie Vitamin E, Retinol oder ätherischen Ölen. Wird daher oft in transdermalen Patches eingesetzt.
Lösungsvermittler
Löst lipophile (fettliebende) Substanzen wie Duftstoffe, UV-Filter oder Vitamine und ermöglicht ihre Einarbeitung in wässrige Formulierungen. Fungiert als Co-Emulgator und stabilisiert O/W-Emulsionen. In Haarprodukten löst es Silikonablagerungen und Stylingrückstände effektiv.
Leichtes Hautgefühl
Im Gegensatz zu schweren Ölen (z.B. Olivenöl, Sheabutter) hinterlässt es keinen Fettfilm. Die Haut fühlt sich matt und gepflegt an, nicht fettig. Dies wird durch den niedrigen Schmelzpunkt (ca. 3°C) und die flüssige Konsistenz bei Raumtemperatur erreicht.
Okklusive Barriere (gering)
Bildet einen dünnen Schutzfilm, der den Wasserverlust um etwa 10-15% reduziert — deutlich weniger als Petrolatum (50-70%), aber ausreichend für leichte Feuchtigkeitspflege. Diese moderate Okklusion verhindert das Verschließen der Poren bei Körperhaut.
Dosierung & Regulierung
Fuer wen ist ISOPROPYL MYRISTATE geeignet?
Glättet schuppige Stellen sofort durch Auffüllung der Lipidlücken und hinterlässt ein seidiges Hautgefühl ohne Fettglanz.
Ideal für Körperlotionen und Massageöle, da die hohe Komedogenität am Körper meist keine Rolle spielt.
Verbessert die Aufnahme von Anti-Aging-Wirkstoffen wie Retinol oder Peptiden in Körperpflege durch seine penetrationsfördernde Eigenschaft.
ISOPROPYL MYRISTATE in deiner Routine
Nur am Körper verwenden
Aufgrund der hohen Komedogenität (Grad 4-5) niemals im Gesicht anwenden — Risiko für Unreinheiten und verstopfte Poren. Ideal für Arme, Beine, Füße und Hände.
Nach der Dusche auftragen
Auf noch leicht feuchte Haut auftragen (2-3 Tropfen pro Körperregion genügen). Die Feuchtigkeit wird eingeschlossen und die Verteilung wird erleichtert durch die niedrige Viskosität.
Als Massageöl-Basis
5-10 ml in der Handfläche verteilen und für Massagen verwenden. Zieht schneller ein als klassische Massage-Öle und hinterlässt keine Flecken auf der Kleidung.
Vor Wirkstoffen auftragen
Wenn du die Penetration von Körper-Seren (z.B. Retinol-Körperlotion) verstärken möchtest, trage eine dünne Schicht 1-2 Minuten VOR dem Wirkstoff auf. Nicht bei irritierenden Substanzen wie AHA/BHA verwenden.
RAU Cosmetics Produkte mit ISOPROPYL MYRISTATE
Haeufige Fragen zu ISOPROPYL MYRISTATE
Warum verursacht Isopropyl Myristate Pickel im Gesicht?
Die kleine Molekülgröße (270 Da) und lipophile Struktur ermöglichen es, tief in die Talgdrüsenfollikel einzudringen. Dort kann es Talg verdicken und den Abfluss blockieren — ähnlich wie ein Pfropfen. Dies fördert die Ansiedlung von Bakterien (Cutibacterium acnes) und führt zu entzündlichen Komedonen. Am Körper ist dies meist kein Problem, da die Talgdrüsen dort weniger aktiv sind. Der Komedogenitätsgrad wurde in Rabbit-Ear-Tests ermittelt, die gut mit menschlicher Gesichtshaut korrelieren.
Kann ich Isopropyl Myristate mit Retinol kombinieren?
Ja, aber nur am Körper, nicht im Gesicht. Isopropyl Myristate verstärkt die Penetration von Retinol um das 2-3-fache, was bei Körperhaut (z.B. gegen Keratosis pilaris) vorteilhaft ist. Im Gesicht würde diese Kombination jedoch zu starker Irritation führen, da Retinol ohnehin schon potent ist. Außerdem besteht Pickel-Risiko durch IPM. Bei sehr sensibler Haut kann selbst am Körper Rötung auftreten.
Ist Isopropyl Myristate natürlich oder synthetisch?
Synthetisch. Obwohl die Ausgangsstoffe (Myristinsäure aus Kokos/Muskatnuss, Isopropanol) natürlichen Ursprungs sein können, erfolgt die Veresterung chemisch im Labor. Es handelt sich um einen naturidentischen Stoff — die Molekülstruktur existiert nicht in der Natur. Naturkosmetik-Zertifizierungen (COSMOS, NaTrue) erlauben IPM in der Regel nicht.
Warum fühlt sich meine Haut nach IPM trocken an?
Paradoxerweise kann IPM bei sehr hoher Konzentration (>15%) oder häufiger Anwendung die Hautbarriere stören. Es löst nicht nur Wirkstoffe, sondern auch hauteigene Lipide (Ceramide, Cholesterol) aus dem Stratum corneum. Dies erhöht langfristig den transepidermalen Wasserverlust (TEWL). Empfehlung: Nicht pur verwenden, sondern in Formulierungen mit rückfettenden Komponenten (z.B. Sheabutter, Ceramide). Nach IPM-Produkten eine okklusive Creme auftragen.
Gibt es Alternativen zu Isopropyl Myristate?
Ja, abhängig vom Einsatzzweck: Für leichtes Hautgefühl → Caprylic/Capric Triglyceride (Komedogenität Grad 0-1). Als Penetrationsverstärker → Propylene Glycol oder Ethanol (nicht-fettend). Als Lösungsvermittler → PPG-15 Stearyl Ether. Für Massageöle → Dicaprylyl Ether (sehr leicht, nicht komedogen). Keine Alternative bietet exakt das gleiche Profil wie IPM — es ist einzigartig in seiner Kombination aus Spreitfähigkeit und Penetrationsförderung.
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