UV-Filter

BIS-ETHYLHEXYLOXYPHENOL METHOXYPHENYL TRIAZINE
Organischer Breitband-UV-Filter (Triazin-Derivat)

BIS-ETHYLHEXYLOXYPHENOL METHOXYPHENYL TRIAZINE ist Wird synthetisch durch chemische Reaktion von Methoxyphenyltriazin mit Ethylhexyloxyphenol-Gruppen hergestellt. Erfahre hier alles ueber Herkunft, Wirkung und die beste Anwendung in deiner taeglichen Pflegeroutine.

CAS: 187393-00-6  |  Auch bekannt als: Bemotrizinol, Tinosorb S2, BEMT, Parsol Shield
Stoffklasse Organischer Breitband-UV-Filter (Triazin-Derivat)
INCI-Name BIS-ETHYLHEXYLOXYPHENOL METHOXYPHENYL TRIAZINE
CAS-Nummer 187393-00-6
Qualitaet EU-Kosmetikverordnung konform

Was ist BIS-ETHYLHEXYLOXYPHENOL METHOXYPHENYL TRIAZINE?

Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine, besser bekannt als Bemotrizinol oder unter dem Handelsnamen Tinosorb S2, gilt als einer der modernsten und leistungsfähigsten UV-Filter in der Kosmetikindustrie. Entwickelt von BASF als Antwort auf die Schwächen älterer Sonnenfilter, bietet dieses Triazin-Derivat lückenlosen Schutz über das gesamte UV-Spektrum – von energiereichen UVB-Strahlen bis zu tief eindringenden UVA-I-Wellen. Das Besondere: Seine extreme Photostabilität. Während klassische Filter wie Avobenzon unter Sonnenlicht chemisch zerfallen, bleibt Bemotrizinol stundenlang intakt und stabilisiert sogar andere labile Filter in der Formulierung. Diese Eigenschaft revolutionierte die Sonnenschutz-Technologie und ermöglichte erstmals wirklich langanhaltende Breitband-Produkte mit hohen Lichtschutzfaktoren. In der EU seit 2000 zugelassen, ist Bemotrizinol heute Standard in Premium-Sonnenschutzprodukten und Anti-Aging-Formulierungen.

Wusstest du? Bemotrizinol wurde ursprünglich entwickelt, um ein spezifisches Problem zu lösen: Die Photozersetzung von Avobenzon. BASF-Chemiker entwarfen gezielt ein Molekül mit sperrigen Seitenketten, das wie ein 'molekularer Bodyguard' funktioniert – es fängt aggressive UV-Photonen ab, bevor sie empfindlichere Filter zerstören können. Diese Stabilisator-Funktion war so erfolgreich, dass Bemotrizinol heute in über 80% aller High-End-Sonnenschutzprodukte weltweit enthalten ist.

Woher kommt BIS-ETHYLHEXYLOXYPHENOL METHOXYPHENYL TRIAZINE?

Wird synthetisch durch chemische Reaktion von Methoxyphenyltriazin mit Ethylhexyloxyphenol-Gruppen hergestellt. Entwickelt von BASF unter dem Handelsnamen Tinosorb S2 als photostabiler Nachfolger älterer UV-Filter. In der modernen Kosmetik unterliegt die Gewinnung und Verarbeitung strengen Qualitaetsstandards gemaess der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. RAU Cosmetics bezieht ausschliesslich Rohstoffe in Kosmetik-Qualitaet von geprueften Lieferanten.

Wie wirkt BIS-ETHYLHEXYLOXYPHENOL METHOXYPHENYL TRIAZINE auf zellulaerer Ebene?

Absorbiert UV-Strahlung im Bereich von 280-400 nm (UVB und UVA) durch sein aromatisches Triazin-Chromophor-System. Die absorbierten Photonen werden in harmlose Wärmeenergie umgewandelt. Die beiden Ethylhexyloxyphenol-Seitenketten verleihen dem Molekül extreme Photostabilität – es zerfällt nicht unter UV-Exposition und schützt gleichzeitig andere UV-Filter vor Abbau.

So wirkt BIS-ETHYLHEXYLOXYPHENOL METHOXYPHENYL TRIAZINE auf deine Haut

Breitband-UV-Schutz

Absorbiert sowohl energiereiche UVB-Strahlen (280-320 nm, die Sonnenbrand verursachen) als auch langwellige UVA-Strahlen (320-400 nm, die tief in die Dermis eindringen). Anders als viele ältere Filter, die nur ein Spektrum abdecken, bietet Bemotrizinol lückenlosen Schutz über den gesamten UV-Bereich – besonders stark im kritischen UVA-I-Bereich (340-400 nm), der oxidativen Stress und DNA-Schäden in tiefen Hautschichten verursacht.

Extreme Photostabilität

Behält seine Schutzwirkung auch nach stundenlanger UV-Exposition. Während klassische Filter wie Avobenzon unter Sonnenlicht zerfallen und ihre Wirkung verlieren, bleibt Bemotrizinol stabil. Die Triazin-Ringstruktur mit ihren sperrigen Ethylhexyloxyphenol-Gruppen verhindert photochemische Zersetzungsreaktionen – das Molekül kann die absorbierte Energie ohne strukturelle Veränderung als Wärme abgeben.

Prävention von Photoaging

Schützt Kollagen und elastische Fasern vor UV-induzierter Degradation. UVA-Strahlung aktiviert Matrix-Metalloproteinasen (MMPs), Enzyme die Kollagen abbauen. Durch Blockierung der UVA-Photonen verhindert Bemotrizinol diese enzymatische Kaskade und bewahrt die strukturelle Integrität der Haut. Studien zeigen, dass konsequenter Breitband-Schutz die Hautalterung um Jahre verzögern kann.

Synergistischer Filter-Stabilisator

Stabilisiert photolabile UV-Filter in der Formulierung. Avobenzon (Butyl Methoxydibenzoylmethane) ist ein weit verbreiteter UVA-Filter, der unter UV-Licht rasch zerfällt. Bemotrizinol wirkt als photochemischer Schutzschild: Es absorbiert die zerstörerischen Photonen, bevor sie Avobenzon erreichen, und verlängert so dessen Wirkdauer um ein Vielfaches. Diese Synergie ermöglicht höhere, langanhaltende Lichtschutzfaktoren.

Öllöslich und elegant

Löst sich gut in kosmetischen Ölen und Emollienten, was zu geschmeidigen, nicht-klebrenden Texturen führt. Anders als mineralische Filter (Zinkoxid, Titandioxid) hinterlässt Bemotrizinol keinen weißen Film und fühlt sich leicht auf der Haut an. Diese Öllöslichkeit ermöglicht auch höhere Konzentrationen ohne kosmetische Nachteile – essentiell für Produkte mit SPF 50+.

Dosierung & Regulierung

Typische Einsatzkonzentration: Bis zu 10% in Sonnenschutzprodukten gemäß EU-Verordnung, typisch 3-8% für hohen Lichtschutzfaktor, 1-3% in Daily-Defense-Produkten
EU-Regulierung: Annex VI der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 – zugelassen als UV-Filter bis maximal 10% in fertigen Produkten

Fuer wen ist BIS-ETHYLHEXYLOXYPHENOL METHOXYPHENYL TRIAZINE geeignet?

Empfindliche Haut

Bietet breiten Spektrumschutz ohne bekannte photosensibilisierende Eigenschaften und gilt als gut verträglich auch für reaktive Haut.

Zu Pigmentierung neigende Haut

Schützt effektiv vor UVA-Strahlung, die Hauptursache für Hyperpigmentierung und Melasma.

Reife Haut

Verhindert photoinduzierte Hautalterung durch umfassenden Schutz vor beiden UV-Spektren.

Zu Rosacea neigende Haut

Minimiert UV-getriggerte Entzündungsreaktionen, die Rosacea-Schübe auslösen können.

BIS-ETHYLHEXYLOXYPHENOL METHOXYPHENYL TRIAZINE in deiner Routine

Morgendlicher UV-Schutz

Als letzten Schritt der Morgenroutine auftragen – ca. 2 mg/cm² (etwa 1/4 Teelöffel für Gesicht). 15 Minuten vor Sonnenkontakt einziehen lassen, damit sich der Filter gleichmäßig verteilen kann.

Alle 2 Stunden erneuern

Trotz Photostabilität wird der mechanische Abrieb (Schwitzen, Abwischen) die Schutzschicht reduzieren. Bei längeren Aufenthalten im Freien alle 2 Stunden nachcremen, nach dem Schwimmen sofort.

Unter Make-up

Kann als UV-Primer dienen – zieht schnell ein ohne zu pillen. 5 Minuten warten, dann Foundation auftragen. Viele BB-Creams und getönte Tagespflegen enthalten Bemotrizinol für eleganten All-in-One-Schutz.

Ganzjährig verwenden

UVA-Strahlung durchdringt Wolken und Fensterglas – selbst im Winter oder bei bedecktem Himmel vorhanden. Täglich auftragen, nicht nur im Sommerurlaub.

Lagerung: Extrem photostabil – zerfällt nicht unter UV-Exposition. Hitzestabil bis 80°C. Öllöslich, daher in wässrigen Phasen nur mittels Emulgierung einarbeitbar. In verschlossenen Behältern bei Raumtemperatur mehrere Jahre haltbar ohne Wirkungsverlust.

RAU Cosmetics Produkte mit BIS-ETHYLHEXYLOXYPHENOL METHOXYPHENYL TRIAZINE

Haeufige Fragen zu BIS-ETHYLHEXYLOXYPHENOL METHOXYPHENYL TRIAZINE

Warum ist Bemotrizinol photostabiler als ältere UV-Filter wie Avobenzon?

Die molekulare Architektur macht den Unterschied: Bemotrizinol hat ein starres Triazin-Ringsystem mit zwei sperrigen Ethylhexyloxyphenol-Armen, die wie ein Schutzkäfig wirken. Wenn UV-Photonen absorbiert werden, wird die Energie als Molekülschwingung (Wärme) abgegeben, ohne dass die chemische Struktur zerbricht. Avobenzon hingegen hat ein instabiles Diketon-System, das unter UV-Licht tautomerisiert und irreversibel zerfällt – bereits nach 30 Minuten Sonne können 50% des Wirkstoffs abgebaut sein. Bemotrizinol bleibt stundenlang intakt.

Kann ich Bemotrizinol mit Vitamin C oder Retinol kombinieren?

Ja, sogar sehr empfehlenswert. Vitamin C (Ascorbinsäure) und Retinol arbeiten antioxidativ bzw. zellerneuernd, können aber durch UV-Licht oxidiert werden. Bemotrizinol schützt diese empfindlichen Wirkstoffe vor photochemischer Degradation. Ideal: Morgens Vitamin C + Bemotrizinol-Sonnenschutz, abends Retinol. Einige moderne Formulierungen kombinieren bereits Vitamin C stabilisiert mit Bemotrizinol in einer Tagespflege für maximalen Zellschutz.

Ist Bemotrizinol rifffreundlich und umweltverträglich?

Bemotrizinol gilt als deutlich weniger ökotoxisch als problematische Filter wie Oxybenzon oder Octinoxat, die Korallenbleiche verursachen. Es ist öllöslich (nicht wasserlöslich), reichert sich weniger im Meerwasser an und zeigt in Studien geringe aquatische Toxizität. Dennoch ist die Datenlage für langfristige marine Ökosystemeffekte noch begrenzt. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu rein mineralischen Filtern (Non-Nano-Zinkoxid), akzeptiert aber oft kosmetische Kompromisse (weißer Film).

Warum steht Bemotrizinol oft zusammen mit Avobenzon in der INCI-Liste?

Synergismus und Kosteneffizienz. Avobenzon ist ein exzellenter UVA-Filter, aber photolabil. Bemotrizinol ist photostabil und schützt Avobenzon vor Zerfall. Zusammen erreichen sie höhere UVA-Schutzwerte bei geringeren Gesamtfilter-Konzentrationen als jeder Filter allein. Zusätzlich ist Avobenzon oft günstiger – die Kombination optimiert Kosten bei gleichzeitig verbesserter Performance. Moderne Sonnenschutz-Formulierungen nutzen fast immer solche intelligenten Filter-Cocktails.

Ab welchem Alter sollte man Produkte mit Bemotrizinol verwenden?

UV-Schutz ist ab dem Säuglingsalter wichtig (ab 6 Monaten), aber Bemotrizinol-haltige Produkte sind typischerweise für Erwachsene und ältere Kinder (ab 3 Jahren) formuliert. Für Babys empfehlen Dermatologen mineralische Filter (Zinkoxid, Titandioxid), da diese rein physikalisch wirken und nicht in die Haut eindringen. Ab dem Teenageralter sind moderne organische Filter wie Bemotrizinol ideal – sie bieten überlegenen Schutz mit eleganter Textur, was die Compliance erhöht. Wichtig: Je früher konsequenter UV-Schutz beginnt, desto geringer das lebenslange Hautkrebsrisiko.

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